Downhill und Freeride Strecken
- Bad Wildbad Sommerberg - Dieser Name lässt vielen Wildbad-Neulingen einen eiskalten Schauer den Rücken hinunterlaufen und sie spätestens dann so richtig nervös werden, wenn sie das erste Mal über Bad Wildbads Downhill Pisten rollen. Eingefleischte Wildbad-Veteranen hingegen werden nur breit grinsen und beim nächsten Run versuchen, Schlüsselstellen wie Donnerbalken, Gangbang und Balkon mit noch mehr Speed und Style abzureiten. Die Wildbader Abfahrten zählen nicht ohne Grund zu den anspruchsvollsten Downhill-Strecken, die Deutschland zu bieten hat. Kommst du in Wildbad sauber und schnell runter, kannst du die meisten anderen bekannten DH-Strecken mit einem Lächeln im Gesicht fahren.
 Die Bergbahn in der Talstation
 Die Bikestation "Bikers-Paradise", Heimat von Solid Bikes, Shop und Bikepark-Ticket Verkauf
In Wildbad findet man gleich zwei Downhillstrecken, den DH1 und DH2. Der DH1 ist die berühmt berüchtigte World Cup Abfahrt, der DH2 ist die neuere und zur Zeit (Stand April/Mai 2006) auch ruppigere Abfahrt. Auf Rider die lieber die etwas sanftere Tour bevorzugen warten der schöne mit Kickern versehene Kärcher Freeride am Parkplatz, und der Wildride, am Ende der Biker-X Abfahrt.
Charakteristisch für die Wildbader Abfahrten sind mittel bis stark verblockte Singletrails, gespickt mit vielen ruppigen Wurzelpassagen, natürlichen Absätzen und Northshore-Elementen, wenn auch in Form von Rampen und Anliegern anstatt Leiterpassagen. An den Schlüsselstellen führen immer Chicken-Lines vorbei, sodass sich Neulinge keine ernsthaften Sorgen machen müssen wenn sie nicht jede Schlüsselstelle gleich zu Beginn fahren möchten.
 Zu Beginn des DH1 - Chris mit seinem Demo 9
DH1: Den Einstieg zur World Cup Abfahrt erreicht man am schnellsten wenn man von der Bergstation die Beschilderung nach links Richtung DH-Strecken folgt. Alternativ kann man auch runter zum Biker-X fahren und den Schlepplift nach oben nehmen. Dies erspart einem ca. 300m leichtes Bergauf-Getrete.
Los gehts an der großen Startrampe, die Abfahrt ist in funf Teilstücke aufgeteilt, die jeweils von Forstwegen durchkreuzt werden. Der erste Part ist noch recht easy zu fahren und beglückt einen zum Einfahren mit einem kleinen Double. Am zweiten Part gehts über eine kleine Holzrampe geradewegs auf die erste Schlüsselstelle, den Donnerbalken zu. Dies ist eine quasi Dreierkombination, schön Steil, mit Anlieger in der 90° Ausfahrt, über den man in die folgende Gerade hineinspringen kann.
 Zu Beginn des zweiten Sektors des DH1
 Erste richtige Schlüsselstelle: Der Donnerbalken
 Anlieger nach der dritten Stufe des Donnerbalkens


Weiter folgen verblockte und verwurzelte Streckenabschnitte mit ein paar netten Sprüngen, bis man zur einer markanten Steinplatte (Double) und 100m danach zum sogenannten Gang-Bang, einem großen Double angelangt ist. Diesen kann man zur Not umfahren, was für den einen oder Anderen vielleicht auch gesünder ist.
 Charakteristisch für den mittleren Abschnitt der Strecke
 Steinplatte
 Nico von www.pfaelzer-biker.de am Gangbang
Der Dritte Part beginnt mit einer speedigen Einfahrt und schönem Kicker mit großzügiger Landung. Weiter folgen wieder ein netter Drop, eine schöne, schnelle verwurzelte Passage bist man zum sogenannten Balkon, einem ca. 2m hohen Shore-Drop mit Landung in einer Wurzelpassage angelangt ist. Die Chickenline führt links dran vorbei.


 Nico an einem Drop
In Part 4 steigt man direkt über eine 1m hohe Kante ein und fährt das recht speedige Wurzelstück bis zur nächsten Queerung und biegt dann rechts auf das letzte Teilstück ab, ein recht flüssiges, stufiges und leicht verblocktes Stück bis zu den Holzbrücken-Rampen weiter, über die man letztendlich zum Ausstieg und weiter zur Talstation der Bergbahn gelangt.
 Im vierten Teil des DH1
Im fünften Abschnitt geht es deutlich entspannter zur Sache. Es folgen noch ein paar kleine Sprünge und Holzrampen, bis man den Ausstieg erreicht und nach einigen hundert Metern Straße zur Talstation der Standseilbahn gelangt.
Hat man alles heil überstanden darf man sich auf die Schulter klopfen und die Bergbahn nach oben nehmen; denn: Second Run - double Fun.
DH2: Den Einstieg zum DH2 erreicht man am schnellsten über die Beschilderung von der Bergbahn aus, links in den Wald hinein.
Der DH2 startet im Frühjahr 2006 gleich mit einem super ruppigen und schwer verblockten ersten Teilstück. Rider die nicht sattelfest auf ihrem Bock sitzen werden sich hier erstmal schwer tun. Gegen den DH2 ist der DH1 fast eine Autobahn ;-). Die Actionline geht fast geradewegs bergab, die Chicken-Line folgt dieser mit serpentinenähnlichen Umfahrungen. Die Line ist meist stark verblockt oder verwurzelt und mit zahlreichen Absätzen versehen. Gegen Ende dieser DH Strecke nehmen die Schwierigkeiten ab und der Trail wird flüssiger. (Ausführliche Beschreibung & Fotos vom DH2 folgen asap)
Kärcher Freeride: Der Einstieg zum Kärcher Freeride befindet sich am Parkplatz unterhalb der Bikestation, das Tor ist einfach nicht zu übersehen.

 Kärcher Freeride
 Chris über einer der Stufen

Dieser Freeride ist sehr flüssig und schnell und mit einigen schönen Kickern versehen, die einen mehr oder weniger weit hinauskatapultieren können. Im ersten Teil bis zur Spitzkehre gibt es ein paar schöne, natürliche Stufen und kleine Kicker. Nach der Spitzkehre folgen weitere Kicker und es geht schnurstracks durch den Wald auf einem flüssigen Wald-Wiesen-Singletrail.
 Darko auf dem Kärcher Freeride

Hoher Spaßfaktor, vor allem ideal zum Einfahren bevor man sich auf die schweren DH-Strecken begibt. Der Ausstieg des Kärcher Freeride ist unmittelbar am Ausstieg des DH2 und Wildride, es folgt noch ein kurzes Stück durch den Ort bis zur Bergbahn.
Wildride: An der Talstation des Biker-X der Beschilderung zum Freeride folgen. Sehr leichter Freeride mit einem kurzen und ziemlich steilem Hang kurz nach Beginn der Strecke. Der erste Part ist recht einfach zu fahren bis eine Forststraße kreuzt. Ein paar Meter weiter geht es gleich links den steilen Hang runter.
 Steilstück auf losem Boden
 Charakter des Wildride bis auf das eine Steilstück
Die Line ist eine ausgewaschenen Geröllrinne und der zudem Boden recht lose, Hintern aufs Hinterrad heisst hier die Devise. Unten angekommen gehts über einen gemütlichen Waldpfad ohne nennenswerte Hindernisse schnurstracks dem Ausstieg, kurz unterhalb des Kärcher Freerides entgegen. Schön einfacher, bis auf den steilen Hang, flüssiger Trail der sich besonders für Anfänger eignet.
Weitere Infos:
Infos und Beschreibungen zum Biker-X, der Dual-Strecke und dem Northshore findet ihr hier in eine Extra-Beschreibung
 ...Warnschild zu spät erkannt? ;-) Ihr wisst ja: Drop it like It's hot....
Après Bike: In Peter Schmids Bikestation "Bikers Paradise" gibts kühles Bier für durstige Kehlen. An der Bergstation des Sommerbergs zudem Wirtschaften. An der Bergstation des Fourcross und Northshore Lifts eine nette, urige Berghütte mit reichlich Speis und Trank in schöner Kulisse.
Ersatzteile und Co: Das der Materialverschleiß in Wildbad recht hoch ist sollte klar sein. Wessen Bike das ein oder andere Wehwehchen hat, findet in Peter Schmids Bikeshop "Bikers-Paradise" den nötigen Ersatz oder eine Reparaturwerkstatt die während der normalen Bikeparkzeiten geöffnet hat. Natürlich gibts hier auch die komplette Flotte der Marke Solid Bikes und Reverse Components.
Lift-/Bergbahnzeiten: 10-18Uhr Bikeverleih in der Bikestation, am besten vorab telefonisch reservieren.
Preise: Die Liftkarten bekommt man in der Bikestation.
Tageskarte: 22Euro Halbtageskarte: 15Euro BikerX-Dual Karte (ohne DH/FR-Strecken): 10Euro (Schlepplift only)
weitere Infos: www.northwave-bikepark-bad-wildbad.de
Soulbiker.com 2006 Photos: Darko Pelikan, Christian Prag |