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Dirtbike im Test - das Commencal Absolut CrMo 2007
geschrieben von Soulbiker, erstellt am 03.01.2007

Commencal Absolut CrMo 2007 im Test

- Im knalligen Feuerrot geht Commencal's Singlespeed Dirtjump Cromobike ins neue Jahr. Wir durften dank Commencal Deutschland das aktuelle Modell, mit dem sich vielleicht auch C-Dog Gracia seine Zeit vertreibt, einen Monat lang ausgiebig testen. Und ja, es hat eine Menge Spaß gemacht.

Le Bicycle

- Das Bike mit seinen filigranen, dünnen Stahlrohren im knalligen rot zieht sofort sämtliche Blicke auf sich. Der Rahmen ist Absolut schön verarbeitet und bietet einige interessante Details. Zum Beispiel horizontal einstellbare Ausfallende mit integriertem Kettenspanner für den Singlespeed Aufbau. Gussets am Ober- und Unterrohr verleihen dem Rahmen im Steuerrohrbereich zusätzliche Stabilität. Das Bike ist ready für harten Dirt- und Streeteinsatz.

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Das Absolut CrMo kommt als Komplettbike mit Marzocchi Dirtjumper 4 Federgabel (Schnellspannachse), Truvativ Ruktion Kurbel mit Single Kettenblatt und fettem Bashguard, 26" Alex Rims DP 20 LR mit Commencal Naben, einem sehr robusten SDG Sattel, breiten Oversize Lenker mit kurzem Vorbau und mechanischen Hayes MX Bremsen mit 160mm Bremsscheiben vorne und hinten. Als Bereifung verrichten Kenda K-Rad's (2.30) ihren Dienst. Alles in allem bringt das Absolut CrMo leichte 14,5kg auf die Waage.

On y va

Ausgiebig gefahren sind das Absolut CrMo drei Radlfahrer, vom absoluten Dirtjumprookie bis hin zum weit fortgeschrittenen Trixxer, der die obere Meßlatte bei uns hier in Stuttgart stellt. Ausgefahren haben wir das gute Stück im neuen Dirtpark Rommelshausen, am Local Dirtspot und auf Singletrails im Wald, in Skateparks und natürlich beim Streeten in der Stadt.

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Timmey Im Skatepark

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Das Absolut ist sehr kompakt und dadurch superwendig. Es macht richtig Spaß mit dem Bike durch die Stadt zu flitzen und über Dirts zu springen. Zwei, drei mal treten und das Bike ist auf Geschwindigkeit. Ab da heisst es nur noch rollen lassen und Spaß haben. Die leichten und dünnen Kenda Reifen rollen total leicht und nutzen noch das letzte Quäntchen Schwung voll aus. Treten war einmal...

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Timmey Nemelka beim 360

Lediglich beim Schwung nehmen für große Dirts wie z.b. den hohen Dirthügel im Bildhintergrund kommt man schnell aus der Puste. Hier wäre wegen der standardmäßig verbauten kurzen Übersetzung ein etwas kleineres Singlespeedritzel von Vorteil.

Unser fünfzehnjähriger Obertrixxer Timmey, der ansonsten mit seinem schon etwas in die Jahre gekommenen 24" Dirtjumper unterwegs ist, schoß sich ziemlich schnell auf das Absolut mit seinen 26" LR ein und überraschte schon nach wenigen Runden mit schönen Supermans, Superman Seatgrab, Nofoot Cancan's, Barspins und 360's.

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Kurze Zeit später übte er schon fleißig an Tailwhips. Hier kommt die für Dirtbikes schöne Lösung zum Einsatz, das Bremskabel der Vorderradbremse durch den Gabelschaft zu führen. Die Bremsleitung der HR-Bremse ist lang genug um sich einmal um das Steuerrohr wickeln zu können.

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Superman

Setup, Tuning & Upgrades

Die Marzocchi Dirtjumper 4 ersetzt 2007 die nicht mehr produzierte Dirt Jam Comp Gabel. Durch die fehlende Zugstufe knallt die Gabel beim Ausfedern, und weil nur eine Schnellspannachse zum Einsatz kommt wirkt das Vorderrad etwas weich. Etwas auszusetzen gab es auch am zu breiten Lenker, für Barspins und Co. sollte dieser einige Zentimeter schmäler sein. Wäre es unser Bike, würden wir den Lenker sofort um einige Zentimeter kürzen.

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Ein weiterer kleiner Kritikpunkt sind die mechanischen Scheibenbremsen. Fährt man nur auf Dirt, reichen sie vollkommen aus. Will man mit dem Bike aber hin und wieder vom Berg mal schnell den Singletrail in die Stadt hinunterbrettern kommt man recht schnell an die Grenzen. Hier fehlt einfach Bremspower und ein ausgeprägter Druckpunkt, ausserdem ändert sich nach einem Barspin der Druckpunkt der Hinterradbremse, sodass die Bremse mitschleift. Wir sind nun mal hydraulische Bremsen am Bike gewöhnt und jeder der das Bike gefahren ist wäre bereit, ein paar Euros mehr für hydraulische Bremsen draufzuzahlen.

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Die mechanische Hayes

Man sieht das der edle Rahmen eher mit günstigeren Parts ausgestattet wurde, dennoch sind diese alle robust und dem Einsatzzweck angemessen. Je nach Budget und Könnensstufe kann man das Absolut nach und nach auf- bzw. umrüsten, z.b. mit einer besseren Gabel und hydraulischen Bremsen. Natürlich ist der Rahmen auch mit 24" Laufrädern kompatibel.

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Für diejenigen die einen Custom-Aufbau bevorzugen gibt es den Rahmen auch einzeln zu kaufen. Feuerrot und in Größe S gibt es ihn ab ca. März für 499.-€.

Résumé

Ein sehr schönes Bike mit tollem Rahmen zum fairen Preis. Das Absolut CrMo ist ein sehr wendiges, flitziges und leichtes Dirt-/Streetbike mit garantiertem Spaßfaktor. Jeder von uns hatte mit dem Bike seinen Spaß, egal ob Dirtanfänger oder Trixx-King. Zum Freeriden auf schnellen Singletrails ist es in dieser Ausführung eher nicht geeignet, mit dem entsprechenden Bremsen-, Gabel und Stollenreifen-Upgrade ist hier allerdings sicher noch ordentlich Luft nach oben. Für 4X Einsatz ist ein Schaltauge erhältlich, mit dem man den Rahmen im Nu (passendes Hinterrad vorausgestzt) auf Schaltwerkbetrieb umbauen kann.

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Pro
Schöner Stahlrahmen, horizontale Ausfallende, sehr agil und leicht,  fairer Preis für das Komplettbike.

Kontra
Federgabel knallt beim Ausfedern, Federgabel mit Schnellspannachse, zu schwache Bremsen für Allroundeinsatz, zu breiter Lenker.

Getestetes Bike: Größe S

Kosten: 949.-€

weitere Infos => www.commencal-deutschland.de

Soulbiker.com 2007
Fotos: Darko;  Rider: Tim Nemelka

 

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