| DOWNHILL-ACTION Bergauf - KTM macht's möglich !!!
Normalerweise fängt das Bike-Jahr bei mir immer gleich an, Ostern wird irgendwo im Süden eine Woche lang geradelt, um Kondition und das Gefühl fürs Bike auf ein gutes Level zu bringen. Heuer jedoch war alles anders. Ich wurde von KTM zu einer der legendären Adventure-Touren eingeladen.

Worum es da geht ?
KTM veranstaltet weltweit Hardenduro-, MotoX-, SuperMoto-, und Adventure Camps, bei denen man die gängigen Modelle auf Herz und Nieren testen kann. Dazu gibt es auch noch Fahrtechniktrainings, Lehrgänge, oder eben Offroad-Touren. Die Touren sind je nach Schwierigkeit mit 1 - 5 Chilischoten bewertet, so dass man selbst gut wählen kann, was man machen möchte. Hier sollte man ehrlich zu sich selbst sein, sonst macht es keinen Spaß !!!
 KTM's Kraft reicht - unsere auch?
Ich war auf einer Hardendurotour mit 2 - 5 Schoten, und zwar in Italien. Dort gibt es ein permanentes Offroad-Zentrum mitten im Herzen der Toskana, etwa 40km von Lucca entfernt, im 4-Sterne-Hotelkomplex „Il Ciocco“, einem tollen Hotel mit super Komfort. Hier wird dem Offroad-Fahrer alles geboten, was das Herz begehrt.
 Wir passieren traumhafte Steinbogenbrücken
Dazu gehört neben einem KTM-Shop auch eine Werkstatt mit Mechaniker. Weiters ein Enduro-Übungsgelände, eine MotoX-Piste und vor allem hunderte Kilometer feinster Endurostrecken aller Fahrtechnik-Level. Das Gelände in der gebirgigen nördlichen Toskana bietet das volle Spektrum an Möglichkeiten, bis zur Erschöpfung Offroad zu fahren.
 Erster Tag - Stefan am Limit
In einer spärlich besiedelten Region führen die Wege in die Berge bis auf 1700 m rauf. Nach der Anreise, die immer in Eigenregie zu organisieren ist, gab es das erste gemeinsame Mittagessen aller Teilnehmer mit anschließendem Briefing und einer Gruppeneinteilung. Klar dass ich in der 3er Gruppe gestartet bin, saß ich doch immerhin zum ersten Mal auf so einem Bock.
 Auch Downhiller fordert der Uphill heraus
Konrad und Henrik, zwei SuperMoto-Fahrer und Downhiller aus der Nähe von Stuttgart, Richie aus Niederösterreich und mein Zimmerkollege Stefan komplettierten das Team. Am zweiten Tag gesellten sich auch noch Christian, der Marketingchef von KTM-Mountainbikes, und Rene, seines Zeichens Chefredakteur von Fahrrad&Reisen zu uns. Noch am ersten Nachmittag wurden uns die Enduros im Gelände vorgestellt. KTM 400 und 450er EXC, unheimliches Drehmoment und Kraft Ende nie – das war es!
 Konrad am Trainingsgelände beim Hotel
Nach einem einstündigen Training folgte dann die erste kurze Fahrt ins Gelände, und gleich diese Fahrt sollte uns die persönlichen Grenzen sehr deutlich aufzeigen, denn unser Guide hatte sich etwas vergriffen mit der Wegwahl, und so kämpften wir uns durch brutalstes Gelände aufwärts.
 Toni - Jede Pause wird zum regenerieren genutzt.
Etliche Umfaller und Absteiger, sowie Teilnehmer die komplett erschöpft waren, waren die (logische) Folge. Doch schon beim 5 gängigen Abendessen waren alle wieder einigermaßen regeneriert und voller Tatendrang.
 brutale Steigungen sind möglich - sofern man sich traut
Am nächsten Tag dann Fahrspaß pur. Wir konnten die Enduros so richtig durchs Flussbett prügeln, mit satt Gas über Karrenwege heizen, Singletrails bergauf und bergab krachen, es war für jeden was dabei. Wir wurden ordentlich ge- aber nicht überfordert. Die einheimischen Tourenguides führten perfekt, wir kamen bis auf 1400m auf einen Gipfel, wo uns verdutzte Wanderer leicht skeptisch beobachteten.
 Konrad und Stefan geben Stoff
 Gruppe 3 auf der Piste
Hardendurofahren, das ist wie ein Bergauf-Downhill, besser kann ich es einfach nicht beschreiben. Die Dinger haben eine kaum zu beherrschende Kraft, man prügelt das Gerät mit sattem Speed bergauf, das Fahrwerk schluckt alles, was sich in den Weg stellt. Nach einer 3 stündigen Tour kann man das gesamte Zeug auswinden, so nass geschwitzt ist man. Downhillsachen mit kompletten Protektoren sind ein absolutes Muss.
 Toni und das Wasser, Teil 1
 Toni und das Wasser, Teil 2
Dass es trotzdem zu Unfällen und Verletzungen kommt, ist unvermeidlich. Leider hatten auch wir einen etwas schwereren Crash dabei. Richie kam in einer engen Kurve zu Sturz, seine 400er fiel dabei auf ihn, und zerstörte Bänder und Knöchel ziemlich massiv, so dass sein Urlaub schon am zweiten Vormittag vorbei war. Ingesamt waren bei uns von 17 Teilnehmern 4 im Krankenhaus.
 Hüni rockt den Singletrail
Der dritte Tag war dann der Höhepunkt des Camps. Lino, unser 64 jähriger (!!) Guide, führte uns auf knochenharten Singletrails, speedigen Karrenwege und traumhaften Asphaltstrassen bis weit in die Berge hinauf. Erst bei 1650m Seehöhe stoppte uns der Schnee, den wir natürlich genauso genossen. Meterhohe Schneefontänen schossen hinter dem Motorrad in den blauen Himmel, geil, einfach nur geil!
 endlose Kraft lädt zum Spielen ein
 Henrik, Stef, Rene und Konrad on top
Am letzten gemeinsamen Abend präsentierte uns Stefan, der für KTM diesen Stützpunkt in der Toskana leitet ein Video, welches er in den letzten Tagen gemeinsam mit und von allen Gruppen gedreht hatte. An diesem Abend wurde uns von der Gruppe 3 noch einmal vor Augen geführt, was eigentlich wirklich mit solchen Maschinen möglich ist, denn die Filmsequenzen der Gruppe 1 waren fast unglaublich.
 heftige Uphills werden bezwungen
 Lino, unser Guide, immer zu Scherzen aufgelegt
Die 4 Junxx aus Zell am See und Umgebung, die mit ihren eigenen Motorrädern angerückt waren, haben sogar den Locals das Fürchten gelehrt, und fuhren wie die Henker - Pinzgau rulez!
Das Hardenduro fahren lässt sich wirklich gut mit dem Downhillen & Freeriden vergleichen. Man lernt unheimlich schnell, gewinnt das Vertrauen zum Gerät und macht Sachen, die man am ersten Tag noch für unmöglich gehalten hätte.
 Toni fühlt sich auf dem Singletrail zu Hause ;-)
Abschließend lässt sich für mich persönlich rekapitulieren, dass dies sicherlich nicht das letzte Mal war, dass ich so eine Tour mit gemacht habe.
 Toni & Stef genießen die Pause
An dieser Stelle auch noch einmal ein herzliches DANKE an Christian von KTM, der das erst möglich gemacht hat!!
Ich kann nur jedem, der Interesse hat so etwas auszuprobieren, die KTM-Adventure-Camps ans Herz legen.
 Die Teilnehmer und Guides der Toskana Montagne 2007
Nicht nur dass man supernette Leute und traumhafte Regionen kennen lernt, man hat auch noch die Gelegenheit die allerneuesten Enduros und Crossmaschinen zu testen, und das im Unterschied zu anderen Anbietern völlig OHNE Selbstbehalt auf Schäden die an den Teilen entstehen.
 That's it!
Toni, soulbiker.com, © 2007
Weitere Infos zu KTM:
http://www.ktmadventuretours.com/Touren.6697.0.html
http://www.ktm.at/KTM-Ready-to-Race.1.1.html
http://www.ktm-bikes.at/2007/at/freeride.php |