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Hardcore Bremsanlage - Die neue Hope Moto V2
geschrieben von Soulbiker, erstellt am 09.03.2007

Scheibenbremse im Fokus - die neue Hope Moto V2 Vented Disc

- Die Moto V2 ist Hope's neueste Bremse für Downhill, Freeride und Big Mountain Einsatz. Schon länger war sie angekündigt und steht seit Anfang diesen Jahres endlich bei den Händlern in den Regalen.

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Zum ersten Mal sahen wir die neue Hardcore-Bremse auf der letztjährigen Eurobike, wo sie schon für mächtig Gesprächstoff sorgte. Sie sollte mehr Power als die Mono M4 besitzen und als besonderes Schmankerl - auch mit innenbelüfteten Bremsscheiben laufen.

Die Technik

Bremshebel und -zange sind aus einem Stück Aluminium CNC-gefräst und sorgen erstmal für pornöse Bling-Bling Optik. Die Verarbeitungsqualität und die Materialien sind absolut Top, was anderes ist bei Hope allerdings auch nicht zu erwarten.

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Der Bremshebel wurde bei der Moto V2 komplett neu designt und beinhaltet einen deltaförmigen Ausgleichsbehälter, der konstruktionsbedingt für noch mehr Steifigkeit sorgen soll. Via der altbekannten Madenschraube lässt sich die Griffweite problemlos einstellen, über das neue rote Rädchen kann man den Druckpunkt stufenlos um 0-10mm verstellen und somit den persönlichen Vorlieben perfekt anpassen. (Bite Point Control).

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Die Zweifinger-Bremshebel fühlen sich angenehm an, liegen perfekt in der Hand und sind ebenfalls CNC-gefräst. Befestigt wird der Bremshebel über eine zweiteilige Klemme. Die Bremsflüssigkeit fließt durch die bei Hope zum Standard gehörenden Stahlflexleitungen, die dem gesamtem System das letzte i-Tüpfelchen in Sachen Leistung und Optik aufsetzen.

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Die Bremszange wurde von Hope nochmals steifer als die Vorgängermodelle designt und aus einem Block Aluminium gefräst. Die beiden Kolben aus Kunststoff sind um 5mm größer als bei der Hope Mini und bieten laut Hope ganze 25% mehr Bremspower als die Mono M4. Zu beachten, das es sich bei der Moto V2 um ein Zweikolbensystem handelt. Die Kunststoffkolben leiten weniger Wärme von den Belägen Richtung Bremsflüssigkeit ab, die Bremsbeläge wurden gegenüber den Standard-Hope's nochmals vergrößert, um noch mehr Druck auf die Bremsscheiben auszuüben. Die Zange ist ein Postmount System, verschiedene Adapter zur Montage an IS2000 Aufnahmen sind im Angebot, ebenso wie Spezialadapter für Fox 40 und Rock Shox Boxxer.

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Die Moto V2 kann sowohl mit schwimmenden als auch mit den neuen Innenbelüfteten Bremsscheiben gefahren werden. Letztere haben wir am Bike verbaut. Die innenbelüftete Scheibe besteht eigentlich aus drei dünnen Scheiben, welche während der Produktion zusammengeschweißt und dann per Laser ausgeschnitten werden. Laut Hope bleiben die innenbelüfteten Scheiben 15% kühler als normale, schwimmende Scheiben. Diesen Vorteil erkauft man sich allerdings mit etwas mehr Gewicht, was in der Praxis aber kaum spürbar ist.

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Der Rotor ist zweiteilig. Aussen Stahl, innen Alu, welches sogar in verschiedenen Farben erhältlich ist. Die innebelüfteten Scheiben sind nur kompatibel mit der Moto V2, nicht mit den Hope Mono Bremsanlagen.

Setup

Durch ihre Baubreite muss der Moto V2 Hebel weiter innen am Lenker als die meisten anderen Bremshebel montiert werden, der Schalthebel wird somit innerhalb des Hebels montiert. Wir haben die Bremse an einer Truvativ Holzfeller Bar mit 68cm Baubreite und Oversize Klemmung montiert und das Handling ist sehr angenehm.

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Biker die schmalere Lenker ihr Eigen nennen, sollten sich vor dem Kauf besser informieren und ggf. beim Händler Testen. Die Bremszangen lassen sich durch unterschiedlich starke Unterlegscheiben perfekt an der Aufnahme justieren, die Einbauanleitung lässt eigentlich nichts zu wünschen übrig.

Erster Fahreindruck

Die Moto V2 ließe sich eigentlich kurz und knapp in zwei Worten beschreiben:
Der Hammer. Die Bremspower ist überragend und sie verzögert brutal. Der Druckpunkt ist sehr präzise. Nach 4-5 leichteren Abfahrten waren Beläge und Scheibe  schon eingefahren und richtig bissig. Die Bremse spielt eindeutig in der obersten Liga der Bremsanlagen mit - wen wundert's auch. Selbst bei nassen Bedingungen spürt man kaum einen Leistunsabfall. Die Vorderradbremse quietscht ab und an ganz leicht, dies wird sich aber mit den mitgelieferten dünnen Unterlegscheiben an der Sattelaufnahme noch etwas optimieren lassen, da die Hinterradbremse absolut geräuschlos läuft. Bleibt das Gewicht von 640g mit den innenbefüfteten Scheiben. Klingt auf den ersten Blick recht hoch, fällt aber bei schweren Downhill Böcken eh kaum mehr auf und ist unserer Meinung nach vernachlässigbar. Wem es mehr aufs Gewicht ankommt, sollte zur Standardscheibe greifen oder sich gleich eine XC-Bremse kaufen.

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Bei sehr schlammigen Bedingungen haben sich ein paar der Belüftungsschlitze mit etwas Dreck gefüllt. Einmal durch die Waschanlage und die Scheiben waren auf den ersten Blick wieder sauber. Ein kleiner Dreckrest welcher sich gut versteckt hat und inzwischen ausgehärtet war, ließ sich mit nem Ex-Schaltzugdraht problemlos rauspulen.

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Nach inzwischen einigen Bikeparkbesuchen in Bad Wildbad, Oberammergau und 900 Höhenmeter Downhills rund um Bozen hat sich genau das bestätigt, was wir von der Moto V2 von Beginn an erwartet haben. Absolut null Fading und jederzeit die volle Bremspower, auch am Ende einer langen Abfahrt. Schmerzende Finger, wandernde Druckpunkte oder verglasende Bremsbeläge gehören endgültig der Vergangenheit an. Die Moto V2 ist eine Bremsanlage wie man sie sich nur wünschen kann; sie sit zwar nicht die Leichteste im Feld, aber eine der Stärksten und Pornösesten.

Gewicht: 636g mit innenbelüfteter Scheibe, 554g mit schwimmender Scheibe

Kosten: 342.-€ mit innenbelüfteter Scheibe, 272.-€ mit schwimmender Scheibe

weitere Infos: www.hopetech.com

Soulbiker.com

Fotos: Darko, Soulbiker.com

 

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