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KTM Aphex 2007...
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KTM Aphex 2007 - der Downhiller aus Mattighofen im Praxistest
geschrieben von Toni Edelmayr, erstellt am 13.06.2007

Biketest KTM APHEX

- Am Beginn der Freeriderserie stand das Caliber. Doch rasch wurde den Jungs aus Mattighofen klar, dass die beiden Caliber (38 & 45) nicht das gesamte Segment des Genres abdecken.
Also wurde kurzerhand das Aphex kreiert, ein rassiges Downhillbike. Gleichzeitig wurde das Caliber 45 zum Top-Freerider umgestaltet und das Caliber38 als Hardenduro angesiedelt. Doch dies nur so nebenher, dieser Bericht soll euch nun das Aphex näher vorstellen.

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KTM wirbt mit dem Slogan R2R – ready to race – und auch wenn dieser Slogan ursprünglich auf das Motorsportsegment von KTM gemünzt war, auf das Aphex trifft er voll und ganz zu. Wir in unserer Salzburger Runde haben dem Aphex den Beinamen „Bügelbrett auf Syncrosfelgen“ gegeben, denn es bügelt tatsächlich alles nieder...

Setup:

Das Aphex ist ein Downhiller, wie man ihn sich nur wünschen kann. Bestückt vom Allerfeinsten gibt es wohl nicht wirklich viele Parts, die man beim Eigenaufbau anders wählen würde.

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Der Dämpfer ist sauber verbaut, die Anbauflächen sind massiv und verwindungssteif. Bei dem 2007er Modell ist ein FOX DHX 5.0 verbaut, welcher in der Lage ist, fast alles an Hindernissen nieder zu fighten und auch wirklich hohe Sprünge ohne Durschlag zu verarbeiten. An die Einstellrädchen des Dämpfers kommt man problemlos ran und somit lässt er sich mit wenigen Handgriffen schnell und perfekt auf den jeweiligen Fahrer einstellen.

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Verbaut sind neben dem SRAM Schaltwerk eine Truvativ Holzfeller Kurbel mit Boxguide Kettenführung, jede Menge Syncrosteile und -Laufräder, die Gustav M Bremse von Magura und als Filetstück, die Fox 40RC2 Federgabel.

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Fahreigenschaften:

Uphilltauglich ist das Aphex nicht mehr wirklich, aber das muss es ja auch nicht sein, denn wir haben ja einen Downhiller vor uns. Die Sattelstütze ist voll versenkbar, dadurch erreicht man einen herrlich tiefen Schwerpunkt. Die SDG-Beam Sattelstütze lässt sich super easy verstellen, so dass man das Setup in sekundenschnelle an die jeweilige Strecke anpassen kann. (Riesenplus für dieses Teil)

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Das Rad schaukelt trotz des großen Federwegs von 225mm kaum auf, auch wenn man längere Wurzelpassagen durchquert. Durch das satte Gewicht und den niedrigen Schwerpunkt wird das Aphex auch auf richtig speedigen Strecken nie wirklich unruhig oder gar unbeherrschbar. Der 4-Gelenker arbeitet sensationell, das Fahrwerk scheint sich praktisch am Boden fest zu saugen. Das der Hinterbau nur 135mm beträgt und für einen reinen Downhiller etwas mager erscheint und wabbelig wirkt, fiel uns nicht wirklich auf. Hier sorgt die 10mm Hohlachse mit Schnellspanner für eine höhere Steifigkeit als mit herkömmlichen Schnellspannerachsen.

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Die verbaute FOX 40 RC2 mit ihren 203mm Federweg arbeitet butterweich und schluckt auch härteste Brocken ohne Probleme. Sie zählt nicht umsonst zu den besten Gabel auf dem Markt und ist der Wunschtraum vieler Downhillfahrer. Die machbaren Grenzen des Bikes definiert wohl eher der Fahrer, das Bike macht sicherlich auch die wildeste Action mit.

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Dass die verbauten Truvativ und SRAM Teile ganz oben auf der Liste der „must haves“ stehen, das brauch ich an dieser Stelle wohl nicht extra zu betonen. Die Schaltung funktioniert selbstverständlich in jeder Situation einwandfrei.

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Die Boxguide Kettenführung verhinderte bislang  wirkungsvoll sämtliche Kettenprobleme. Maguras Gustav M Bremsen sind zwar schon etwas länger am Markt, aber altbewährt. Sie beißen in jeder Situation so zu, wie es Bremsen auf einem Downhiller tun sollten ohne das es nach längeren Abfahrten zu Fading kommt. Einzig die Einstellung der Gustav M ist relativ heikel bis man ihr Kreischen einmal zum Verstummen bringt, aber auch das ist bekannt. Hier könnte man eventuell zu einer Avid Code oder einer Hope tendieren, meines Erachtens die zur Zeit besten Bremsen am Markt.

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Die stylischen weißen Syncrosfelgen (DPS 32) und die dazu gehörigen Syncrosnaben (factory DH) sind durchaus dem Einsatzzweck angepasst und haben bis dato ihren Zweck voll erfüllt.
Klar könnte man auch hier auf noch härtere Geräte wie die Sun Rims Double Track, DT-Swiss FR6.1 oder Mavic 7er Serie zurückgreifen, es stellt sich allerdings die Frage, ob dies nötig ist. Die aufgezogenen Maxxis Minion 2.5er sind bei vielen Bikern sowieso erste Wahl und kommen den in Mitteleuropa vorherrschenden Trailverhältnissen voll entgegen.

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Fazit:

Ich bin mit dem Aphex jetzt doch schon einige Downhills gefahren. Auch wenn ich nach wie vor lieber rauf UND runter fahr, so hat das reine Downhillfahren mit so einem Teil wie dem Aphex absolut auch seinen Reiz. Ich bin absolut überzeugt, dass das Aphex zu den besten Downhillern in der Klasse der fertig aufgebauten Bikes gehört. Als Vergleichsbikes kann ich auf Rides mit dem Specialized Demo8, dem BigHit, einem RM7, dem Fusion Whiplash und natürlich dem Caliber45 zurück greifen, doch keines davon hat mir im DH so viel Spaß gemacht und so viel Sicherheit vermittelt wie das Aphex.

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Wer also einen Downhiller sucht, der „ready to race“ ist, der ist sicherlich mit dem Aphex bestens beraten. Dass dies nicht nur meine Meinung ist, das beweisen auch die Kunden, da das Aphex 2007 Modell vom Werk aus als ausverkauft gilt. (bei einigen Händlern ist es aber durchaus noch erhältlich)
Das Preis-Leistungsverhältnis ist sicherlich unschlagbar, zumindest ist mir kein anderes Bike in dieser Kategorie bekannt, dass mit dieser Bestückung um diesen Preis zu haben ist.

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Bei den Bremshebeln tendieren wir dazu, die Zweifingerhebel zu bevorzugen, da gerade beim DH die Hand am Lenker bleiben sollte. Wenn man nun die Bremsen mit einem Finger bedient, so ist der Zweifingerhebel deutlich sicherer in der Hand, als der große 4-Fingerhebel.

Technische Daten Aphex 2007

-  SRAM X.9 Schaltung + XT Zahnkranz
-  FOX DHX 5.0 Dämpfer, Fahrwerk mit 225mm Federweg
-  FOX 40 RC2 Gabel mit 203 mm
-  Magura Gustav M 210 / 190 mm
-  Syncros Felgen und Naben, Steuersatz, Vorbau und Lenker
-  Truativ Holzfeller Kurbel und Howitzer XR Lager
-  Hinterrad-Einbaubreite: 135mm mit 10mm Hohlachse
-  KTM – DH Pedale
-  19,5 kg all inkl.
-  41 / 46 cm Rahmenhöhe
-  3.799,--€
http://www.ktm-bikes.at

Toni © 2007

 

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