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T-Mobile Extreme PlayGrounds- The Street Session Berlin
geschrieben von Tim Buchholz, erstellt am 18.10.2007

Im Goldenen Oktober auf nach Berlin! Der Dritte und letzte Stopp der T-Mobile Extreme PlayGrounds steht an, die Street Session im Velodrome. Ein Wochenende voller Action, Spass und Polizei........

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Freitag 12.10. - Trotz Bahn-Streik gut am Velodrom angekommen. Von Außen deutete nicht wirklich viel darauf hin, das hier eine richtig große Show stattfinden sollte, außer der vielfach vorhandenen T-Mobile Werbung. Aber das muß wohl so sein, wenn ein großer Sponsor solch eine Veranstaltung ausrichten läßt. Immerhin gab es ein Preisgeld von insgesamt 100.000€, und das ist nun echt nicht wenig. Natürlich locken solche Summen auch die Superstars der Szene an, was für die Zuschauer ja nur gut sein kann... apropos Zuschauer, ach ne, lieber später.

Erstmal das Setup der Halle, der Gesamte Innenraum war aufgeteilt in eine schöne neue Streetfläche, die vollgestellt war mit nagelneuen Rampen , die von iou-Ramps gebaut wurden. Inklusive Rails, Wallrides, Jumpbox und alles was sonst noch so dazugehört. Und dann stand dort noch dieses Monster von Vertramp, die LG Rampe wurde aus dem Dornröschenschlaf erweckt und erfreute die anwesenden BMX'er und Skater. Ordentlich hoch, mit zwei Roll-Ins, die nochmal 2m über der Plattform standen, das versprach einiges an Action.

Am Freitag stand erstmal die Open Quali in BMX und Skateboard Street an. Hier konnten sich die nicht qualifizierten Fahrer für die Finals einen Platz erkämpfen. Es gab jeweils 2 Plätze, plus einen "LuckyLooser" der per !SMS-Voting! eine Runde weiter kam. Bei den BMX'ern waren 9 Fahrer am Start, die auch ein richtig gutes Niveau an den Tag legten. Allerdings muss ich schon sagen, das nach dem Achten, der Neunte und Zehnte Tailwhip kam, und es ging so weiter. Gut, den muss man können, aber es gibt noch soviele andere Tricks.

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Wie diesen wunderschönen, hohen Table Top!! 

Bei den Skatern sah das ganze etwas anders aus, ich (viele andere aber auch) fand es extrem schwach, wobei ich dazu sagen muß, das ich auch kein Fan von "Streetskaten" in der Halle bin.

Aber irgendwann war auch das vorüber, und es ging mit dem ersten BMX Street Final weiter. Hier waren jetzt also 14 Fahrer am Start, die sich im "Head to Head" Modus duellierten, also immer Paarweise, jeder Fahrer nur einen Run a 60sec. Die Judges entscheiden wer eine Runde weiter kommt. Meiner Meinung nach ein schlecht gewählter Modus, es kam zu sehr unglücklichen Paarungen und den Zuschauern wurde damit einiges an Action vorenthalten, da einige Topfahrer früh ausschieden. Wobei natürlich eigentlich alle in den Final zu den Topfahrern gehören. Ich hätte einen normalen Modus mit jeweils 2 Runs und normalen Punktesystem gerechter gefunden. Na egal, so mußte halt jeder sehen, das er Vollgas gab um weiterzukommen. Und Vollgas gab es reichlich.

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Und nun kam das Highligth des Tages, und alles Zuschauer.... ach ja, da war ja noch was, leider verirrten sich nur sehr wenige Fans am Freitag ins Velodrom, ich schätze mal so ca. 300 Leute mögen dort gewesen sein, sehr schade. Jedenfalls strömten diese alle in die Kurve um den besten Blick auf die Vertramp zu haben. Und was dort gezeigt wurde, war schon vom allerfeinsten. Sowohl die BMX'er wie auch die Skater lieferten eine beeindruckende Show.

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Hier gab es keine Open Quali, sonder es ging direkt mit den Head to Head Finals los.  Es waren auch unsere zwei Deutschen Vertstars am Start, von denen allerdings leider nur Benny Kopp dank SMS-Voting weiterkam, das aber völlig zurecht,denn er zeigte einen sehr stylischen Run.

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Tim Eichert hatte eigentlich ein gutes Los erwicht, doch leider stürzte er am Anfang seines Runs schwer und konnte nicht weiterfahren. Der Abend klang dann gemütlich in einer Dönerbude aus, es mussten ja alle fit für Samstag sein.

Samstag 13.10. 

Es ging los mit der 2.Runde BMX Street Finals. Wieder das gleiche Spielchen, Head to Head, der Verlierer ist raus. Und nun brachen alle Dämme, was die Jungs sich jetzt gaben, war echt krass, alles noch eine Ecke höher, schneller und härter als am Freitag. Frontflip, Backflip, Double-Tailwhip, Whip to Whip back, 360°No Hander,

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hohe TableTop, Flairs, 720°, Mega Tranfers von der Streetfläche in die Vertramp mit Lookback und sogar Tailwhip. Ausserdem hab ich einen Backflip to Fakie von Morgen Wade an der Quater gesehen, bei dem seine Kurbel gebrochen ist, allerdings nur im Training.

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Björn "Bommel" Mager

Das Semi-Final bestritten Tobi Wicke, Björn "Bommel" Mager, Alessandro Barbero und Morgan Wade und die gaben nun wirklich alles, es gibt scheinbar immer noch eine Steigerung, auch wenn man es nicht glauben mag. Ins Finale kamen Alessandro und Tobi, den Dritten Platz teilten sich Bommel und Morgan, da sie sich beide so verletzt hatten, das sie diesen nicht mehr ausfahren konnten. Das Finale entschied Alessandro für sich, nachdem Tobi leider etwas Pech hatte.

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Danach hieß es erstmal durchatmen, und den Skater bei ihren Finals zuschauen, mit 'nem leckeren Berliner Kindel war das sogar recht interessant.....

Als die diemal etwas zahlreicher erschienenen Zuschauer plötzlich wieder alle in die Kurve eilten, konnte das nur eines Bedeuten, Vert stand auf dem Programm. Die BMX-Stars machten den Anfang. Hohe TableTops, 540°, Flairs, Lookdowns usw. Sehr schön auch mal einen der seltenen Superman in der Vert zusehen, gemacht von Chad Kagy. Simon Tabron machte die höchsten und stylischten Moves, und jeder konnte sehen, das er hier unbedingt gewinnen wollte. Leider war für Benni in der zweiten Runde Schluss. Im Semi-Final setzten sich Simon Tabron und Chad Kagy gegen Zach Shaw und Francisco Zurita durch.

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Zach Shaw

Es kam also zum Traumfinale der beiden derzeit wohl besten Vertfahrer. Im kleinen Finale erkämpfte sich Francisco den 3.Platz. Und dann ging sie los, die beiden letzten Fahrer des Wochenendes starteten ihre Runs. Chad fing an, und zeigte sein Können, allerdings hatte man schon den Eindruck, das er nach seiner Verletzung noch nicht bereit war das letzte aus sich herauszukitzlen. Wieder einen schönen Superman, hohe 540°, Flair Lookdown... ob das reichen würde?

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Es reichte nicht, Simon ließ es ordentlich krachen, alles noch höher als bei Chad, und zum krönenden Abschluss kam auch noch der 900er!!! Die Halle tobte und alle feierten den verdienten Sieger Simon Tabron und alle anderen Fahrer, die an den zwei Tagen alles gaben, egal ob Street oder Vert, BMX oder Skateboard.

So, das waren nun Spass und Action, aber noch keine Polizei, die kommt nun...

Zum gemeinsamen "After Show"-Umtrunk ging es in die Kneipe des Fahrerhotels, hier waren fast alle Rider versammelt und feierten zusammen. Alle hatten ihren Spaß, es war ruhig und friedlich, das Bier floss in Strömen, es wurde Billard gespielt, Heiratsanträge wurden gemacht, im Fernsehn gaben leichtbekleidete Damen ihre Telefonnummern weiter, sehr zur Freude einiger Gäste (Namen werden hier nicht genannt). Dann hieß es  "Ende, ihr müßt jetzt alle gehen!", Reaktion blieb aus, wir hatten ja alle noch nicht ausgetrunken. Keine 5min später stürmten plötzlich komplett grün gekleidete Männer in die Kneipe, wir dachten erst es wäre die After-Show Party der Förstervereinigung, aber nein nätürlich nicht, es waren 2 Mannschaftswagenladungen Berliner Bereitschaftspolizei! Hmm, was soll man da machen, damit war die Party also vorbei, und das schon um 3 Uhr! Man verabschiedete sich höflich von den netten Polizisten und ging es, nach der Dönerbude, ins Hotel. Aber lustig war es.

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Nun zu meinem persönlichen Fazit der Veranstaltung:

Alles in allem war es eine spaßige Geschichte, leider war die Zuschauerresonaz nicht sehr hoch, es kam kaum Stimmung auf, ausser bei den Vertshows, da die wenigen Zuschauer die da waren sehr weit weg vom Geschehen saßen, bedingt dadurch, das das Velodrom ein Radstadion ist. Zudem fand ich die Musikacts nicht stimmig zu dem gebotenen Actionsport. Orange but blue, naja, Spermbirds waren ok, aber "Bullet for my Valentine" ??? Das ist richtiger Havy Metal, ok, höre ich ja auch gerne, aber bei so einer Veranstaltung lockt das nicht wirklich mehr Zuschauer an, da die Karten ja auch ordentlich Geld gekostet haben.  Ich könnte mir vorstellen, das eine andere Band, die eher Richtung Punkrock geht, wesentlich mehr gezogen hätte. Aber der DJ war richtig gut, hat echt eine klasse Auswahl aufgelegt während der Veranstaltung. Und die Action die geboten wurde war sowieso vom feinsten. Grundsätzlich halte ich diese Art von Events für super, die Idee Actionsport und Livemusik zu verbinden ist logisch und macht Sinn. Ich jedenfalls freue mich auf das nächste Jahr.

 

weitere Fotos findet Ihr auf www.timbuchholz.de

weitere Infos auf  www.t-mobile-playgrounds.de

Bericht und Fotos: Tim Buchholz für Soulbiker.com

 

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